voll des Geistes … oder eben nicht

4 Okt

voll des Geistes

Wir werden voll des Geistes, indem (wir)

  1. zu seinen Füßen sitzen

  2. Gottes Wort studieren

  3. Lobpreis und Anbetung eine gewichtige Rolle spielt in unserem Leben

  4. im Geist beten

  5. Gemeinschaft mit den Heiligen haben

  6. Glaubensgehorsams- Schritte gehen

Die Folgen werden sein (hier in Anlehnung an Eph 5)

  1. wir sind nicht töricht

  2. wir erkennen seinen Willen für unser Leben (im Großen aber auch im Detail)

  3. wir sind nicht eingenommen von den Dingen dieser Welt

Ein weiterer spannender Aspekt, auf den man achten soll und muss hat mit Glaubensgehorsam zu tun.

Wir stehen ja in einer lebendigen Beziehung mit Gott und er ist derjenige, der das Werk vollenden wird, dass er begonnen hat. Es ist seine Aufgabe, die Aufgabe des Heiligen Geistes uns Jesus ähnlich zu machen. Er bereitet uns vor für dieses Leben, aber auch für das nächste Zeitalter. Er führt uns in die Freiheit und er will, dass echtes, sattes Leben in uns zunimmt. Zu Jesus finden bleibt einfach immer nur der allererste Schritt, einer der wichtigsten, aber dennoch nur der Erste. Das Leben mit Jesus ist ein Weg und er führt uns darauf in großer Treue und Liebe.

Wir werden immer wieder erleben, wie Gott uns ermutigt, wie er über uns ausspricht, wer wir sind und wie er uns sieht. Er heilt unseren Herzen, möchte das Lügen mit Wahrheit ersetzt werden, er feuert uns an, den Lauf zu vollenden.

Aber er korrigiert uns auch, weist uns auf Defizite hin, möchte Dinge verändern. Wenn Gott etwas anspricht, ist das keine Ablehnung. Gott sieht, wo Veränderung nötig ist und dennoch ist es er dir vollkommen zugeneigt. Er weiß, dass wir auf einem Weg unterwegs sind und Dinge einfach Zeit brauchen. Vor allem verändern sich die echten Dinge nicht, wenn wir sie verändern, um dann wieder Gott zu nahen. Sondern genau das Gegenteil ist der Fall. Echte Herzensveränderung findet nur und ausschließlich dort statt, wo wir Gottes Annahme und Liebe erleben in unserer Unvollkommenheit. Genau dieses Erleben ist die Grundlage, der Motor für echte Veränderung. Wir verändern uns nicht und nahen dann Gott, sondern wir sind Gott nah und dadurch verändern wir uns.

Gottes Korrektur führt immer in größere Freiheit, in mehr Freude, zu mehr Lebensqualität, mehr Stärke und Durchschlagskraft. Manchmal sieht man das nicht sofort, aber die Langzeitfrucht wird es beweisen. Hundert Pro.

In Lukas 6 sehen wir eine Situation, die unglaublich tiefe Wahrheiten verdeutlicht. Jesus ist am Sabbat in der Synagoge, den Kirchen im Judentum und dort gibt es einen Mann, der einen verdorrte Hand (wohl verkrüppelt) hat. Tiefgläubige Gelehrte und Pastoren, religiöse Lehrer beobachten ihn. Sie wollen beweisen, dass Jesus nicht von Gott gesendet sein kann, da ihr Gesetz besagt, dass man am Sabbat nicht arbeiten darf. Wenn Jesus nun heilen würde, wäre das Arbeit und nach ihrem Verständnis ein Gesetzesbruch, der beweist, dass dieser Jesus ein falscher Fufziger ist.

In Markus 3 lesen wir, dass Jesus megafrustriert war über ihre Herzen, über ihre Einstellung. Obwohl es ihre Aufgabe war Gott zu kennen und ihn bekannt zu machen, obwohl sie Gelehrte waren, die Stunden damit aufbrachten, die heiligen Schriften zu studieren und zu interpretieren, verstanden sie nichts. Rein gar nichts.

Jesus erklärt ihnen, dass es natürlich erlaubt ist Gutes zu tun und er fragt sie, wer sein Schaf nicht retten würde, wenn es am Sabbat in einen Graben fällt. Menschen sind doch soviel mehr wert. Gott liebt Menschen und ist jederzeit bereit ihnen zu helfen. Das ist die Botschaft. Gott ist gut. Hörst du es ?

Nun geschieht etwas schreckliches, etwas, dass uns warnen muss, etwas, wo wir alle Hilfe brauchen, damit uns nicht das Gleiche geschieht.

Diese religiöse Elite lässt sich nicht darauf ein. Die Botschaft und Demonstration von Gottes Güte erreicht sie nicht. In Lukas, Kapitel 6, Vers 11 lesen wir dann: Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt.

Herzenshärte ist auch der Grund für Unglauben in Mk 16,14 und engstens verbunden mit Ungehorsam im Hebräerbrief (Kapitel 3).

Jesus lehrt uns auch Im Gleichnis vom 4-fachen Acker, dass ein Boden vorbereitet sein muss.

Das Problem hier ist, dass aufgrund von Stolz, vorgefertigter Meinung sie sich nicht prägen lassen können und wollen, von dem was Gott jetzt tun möchte und ihnen zeigen möchte. Gott möchte sie erreichen, ihnen offenbaren wer er ist, sie korrigieren. Er will ihnen, wie schon beschrieben, zu mehr Freiheit, Freude, Leben verhelfen. Aber ihr Herz ist hart.

Wenn dies der Fall ist, zieht sich der Heilige Geist zurück. Eine Folge ist Unverstand. Ein Nicht – Verstehen, ein Nicht- Erkennen, was zu mehr Härte führen wird. Ähnliches ist dem Pharao geschehen, nachdem sich Gott ihm zig Mal offenbart hat als Allmächtiger Gott. Er lässt sich nicht auf die Botschaft und die himmlische Ansage ein und sein Herz wird verhärtet. Er wird erfüllt mit Unverstand. Dadurch kannst du auch Wahrheit nicht mehr glauben: Unglauben.

Und du wirst nicht die richtigen Entscheidungen treffen: Ungehorsam.

Wer voller Unverstand ist, voller Unglauben und somit voll mit Lügen, wird voller Angst sein und wird aufgrund von unrichtigen Voraussetzungen Entscheidungen treffen. Dadurch kann es sein, dass er zur falschen Zeit am falschen Ort ist, fern von seiner Berufung, fern von göttlichem Leben und seinen Führungen und Durchbrüchen. Es kann sein, dass es weiter voranschreitet, dass jemand unehrlich wird, korrupt, weil er sich z.B. nicht mehr so über Wasser halten kann und anfangen muss, selbst zu schauen, wie er und seine Familie durchkommen. Eins kommt zum Anderen.

Zu extrem ? Überhaupt nicht. „und [..] (sie) hielten sofort Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten.“ Mk 3,6.

Jesaja 11 erklärt uns, dass der Heilige Geist sich als Geist des Verstandes offenbart. Das entspricht seinem Wesen. Johannes 14 beschreibt den Heiligen Geist, als den Helfer, den Ratgeber. Wenn wir uns seiner Führung konsequent widersetzen, wenn wir seinen Botschaften konsequent kein Gehör schenken wollen, wird er sich zurückziehen. Dieses Vakuum wird ausgefüllt werden. Dort wo Verstand ist, wird Unverstand kommen, da wo Weisheit ist, Torheit, dort wo guter Rat ist, verwirrte, getriebene Entscheidungen.

Wir können es uns überhaupt nicht leisten, ihn zu betrüben.

Wir brauchen die enge Gemeinschaft mit Heiligen Geist, wir müssen uns seinem Werk an uns hingeben. Wir müssen hören, wo er unser Herz weiten möchte, wo er zu uns spricht, wo er Denkmuster aufbricht. Es ist entscheidend, dass die eigene Position in Frage gestellt werden darf.

Man hat das Gefühl, dass uns das nicht passieren würde. Immerhin wissen wir ja alle Bescheid über den Sabbat. Aber wo sind unsere Herzen eng, wo sind wir festgefahren und wo ist Gott vielleicht viel gütiger, herrlicher, konkreter als wir es bisher kennen und sehen ?

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