berufen durch Gott | Jüngerschaft + der Heilige Geist

4 Okt

I) berufen durch Gott

Paulus, ein Apostel nicht von Menschen, auch nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn auferweckt hat von den Toten,

Gal 1,1

von Gott her souverän berufen.

der hat uns errettet und berufen mit heiligem Ruf, nicht nach unseren Werken, sondern nach [seinem] eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben,

2Tim 1,9

nicht aufgrund von Werken

Der euch nun den Geist darreicht und Wunderwerke unter euch wirkt, [tut er es] aus Gesetzeswerken oder aus der Kunde des Glaubens?

Gal 3,5

aus Glauben

Aber richte dich auf und stelle dich auf deine Füße; denn hierzu bin ich dir erschienen, dich zu einem Diener und Zeugen dessen zu verordnen, was du gesehen hast, wie auch dessen, worin ich dir erscheinen werde. Ich werde dich herausnehmen aus dem Volk und den Nationen, zu denen ich dich sende, ihre Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Macht des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind. Daher, König Agrippa, war ich nicht ungehorsam der himmlischen Erscheinung,

Apg 26,16-19

II) wozu berufen ?

Paulus sagt, er sein Diener des Evangeliums und der Gemeinde.

Er ringt darum, in seinem Wirkungskreis die Menschen vollendet in Christus darzustellen. Das ist das Thema in Epheser 4, ebenso im Brief an die Kolosser wird es mehr als deutlich. Das ist seine Aufgabe.

Jetzt freue ich mich in den Leiden für euch und ergänze in meinem Fleisch, was noch aussteht von den Drangsalen des Christus für seinen Leib, das ist die Gemeinde.Ihr Diener bin ich geworden nach der Verwaltung Gottes, die mir im Blick auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden:Es ist das Geheimnis, das von den Weltzeiten und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen geoffenbart worden ist.Ihnen wollte Gott kundtun, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei, und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen;wozu ich mich auch bemühe und kämpfend ringe gemäss seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft.Kol 1,24-29

III) was bedeutet es vollkommen in Christus zu sein ?

Man könnte wohl Seiten füllen, um diese Frage zu beantworten, deshalb hier nur stichpunktartig.

  • Die Basis ist ein Durchdrungen sein von der Liebe, die Gott zu uns hat. Tiefer und tiefer begreifen, dass er mich geliebt hat, umsonst und für immer1. Nichts kann mich von seiner Liebe trennen
  • Nur diese wirksame Realität in meinem Leben, befähigt mich dann auch wie Jesus zu leben und zu lieben. Sowohl Gott zu lieben, was Vertrauen und Gehorsam beinhaltet, als auch Menschen2.
  • Unser Charakter und Wesen wird dem von Jesus gleich3.
  • Vollkommen in Christus sein beinhaltet aber auch die Vollmacht, die Gott dir und mir gegeben hat, zu erkennen und in in ihr zu wandeln. Seine übernatürliche Kraft soll durch unser Leben auf Erden sichtbar werden4.
  • Wir sollen in großer Wirksamkeit daran teilhaben, dass der Himmel auf Erden kommt, vollendet durch die Wiederkunft unseres Herrn5.

Paulus weiß sich berufen, daran teilzuhaben, dass diese verschiedenen Aspekte in den Leben der Menschen, die Jesus kennen zunehmen und immer stärker werden.

III) wie macht Paulus das ? Was ist sein Rezept, was ist das Entscheidende ?

Paulus sagt, er ringt, er bemüht sich, aber er weiß, das Entscheidende, das was den Unterschied macht, ist „seine Wirksamkeit, die in ihm wirkt in Kraft“, in Power.

Was ist das genau, seine Wirksamkeit ? Das ist der Heilige Geist, die Salbung, die Gott ihm gegeben hat. Sie macht den Unterschied und sie bewirkt das Entscheidende. Sie ist essentiell, ohne sie geht gar nichts.

Egal, wie Strukturen aussehen, wie unser Jüngerschaftsplan aufgebaut ist, egal wie clever unsere Ideen sind, das was wirklich Leben verändert, das was wirklich dazu beiträgt, dass Jesus Gestalt annimmt, in den Menschen, denen wir dienen, ist der Heilige Geist, der auf uns ist, die Salbung, die in uns wirkt in Kraft.

Das ist beruhigend. Ja wir brauchen Strukturen, wir dürfen planen, aufbauen, kreativ sein, mit dem Meister zusammenarbeiten und Wege finden, wie wir die Salbung verfügbar machen. Wir dürfen den Rahmen setzen, der es dem Heiligen Geist möglich und einfach macht zu wirken.

Aber das Entscheidende in diesem Rahmen, bleibt Er. Die dritte Person der Gottheit, der Heilige Geist, der selbst darum eifert, Jesus groß zu machen, ihn zu verherrlichen, indem er in uns Gestalt annimmt.

Diese Wirksamkeit wird auch in Epheser 1,19-20 beschrieben, die Kraft, die Jesus aus den Toten aufgeweckt hat, wirkt in Paulus.

Im Römerbrief 8,11 spricht Paulus, davon, dass Gott der Vater, den Heiligen Geist benutzt hat, um Jesus aus den Toten aufzuerwecken. Diese Kraft ist auf uns zum Wohl der Anderen wirksam.

Die Kraft, die Power, die einen Toten lebendig gemacht hat, die Kraft, die die Welt erschaffen hat, ruht auf Paulus. Gott gibt ihm alles was er braucht, um seine Arbeit gut zu machen, ja überhaupt tun zu können. Man überliest das so einfach, aber stell dir vor welche Kraft das ist und was sie kann. Gott kann und will die Veränderungen in uns wirken, die es braucht. Die Heilungen, die Befreiungen, die Berührungen.

Gott baut seine Gemeinde und er stattet die Arbeiter mit wirksamer Kraft aus.

Der Geist der Kindschaft, der die Herzen seiner Familie in großer Wirksamkeit davon überzeugt, dass sie geliebte, beachtete Kinder des Höchsten sind. Dieser Geist wirkt durch uns. Wow, diese Wahrheiten, in der Kraft des Geistes verkündigt, werden Leben verändern. Nichts bleibt wie es ist. Der König begegnet seiner Braut, der Papa seinen Kindern.

Wir als seine Mitarbeiter brauchen die Gegenwart seines Geistes auf uns, damit geschehen kann,was geschehen muss.

Wir sind oftmals dazu geneigt unser Vertrauen auf unsere menschlichen Möglichkeiten zu setzen. Als Leiter sind Stärken wie Charisma, Überzeugungskraft oder die Fähigkeit zu delegieren mit Sicherheit von Vorteil. Aber jeder, der in Gottes Reich dient und sich nach echter Veränderung sehnt, jeder , der die Freiheit, von der Jesus spricht, sehen möchte im Leben derer, die ihm anvertraut sind, wird hier schnell an seine Grenzen kommen. Dieses Mandat, Menschen vollkommen in Christus darzustellen ist niemals mit menschlichen Mitteln zu erreichen. Im besten Fall scheitern wir einfach, im schlechtesten Fall manipulieren, drängen und pushen wir. Es spricht nichts dagegen unsere Qualitäten zu schulen, Leiterschaftsgaben, Kommunikation, Präsentation, aber das Entscheidende für einen geistlichen Leiter sind immer geistliche Qualitäten und Wirksamkeiten. Seine Predigt /Lehre soll aus Kraft bestehen, nicht aus überredenden Worten:

Und ich war bei euch in Schwachheit und mit Furcht und in vielem Zittern;und meine Rede und meine Predigt [bestand] nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft,damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft beruhe.Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen, jedoch nicht Weisheit dieses Zeitalters, noch der Fürsten dieses Zeitalters, die zunichte werden, […] 1.Kor 2,3-5.

Dies schreibt Paulus an eine Gemeinde, die er zur Reife bringen möchte, nicht im Kontext Evangelisation oder Mission.

IV) ein Zeichen der Reife

Es ist wichtig, dass wir als Leiter oder angehende Leiter dies verstehen. Sein Reich besteht aus Geist, ja er selbst ist Geist. Samuel musste David dem Geist nach erkennen6. Wir neigen alle dazu den großen, älteren, starken Bruder zu salben, aber Gott schaut das Herz an und wir sind berufen wie er zu sein, wie er zu sehen und wie er zu handeln.

Im 1. Korintherbrief 1-2 muss Paulus auf diese Gefahr Aufmerksam machen. Es gibt Parteiungen in der jungen Gemeinde, manche sind Fans von Paulus und downloaden nur seine Botschaften, andere wollen nur Predigten von Apollos hören und kommen gar nicht, wenn Paulus an der Reihe ist. Paulus hält der Gemeinde den Spiegel vor und nennt sie fleischlich, seelisch, natürlich.

Ein natürlicher Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird. 1Kor 2,14.

Ein natürlicher, seelischer Mensch kann die Dinge Gottes nicht erkennen. Wenn wir fixiert sind auf äußere Dinge, Qualitäten, Erscheinung, verpassen wir was Gott tun möchte oder stehen dem sogar mitten im Weg. Wir dürfen Menschen nicht nach Rasse, Alter, Herkunft, Hintergrund, Sympathie bewerten.

Dies ist vor allem für uns Leiter wichtig. Profilieren wir uns aufgrund von natürlichen Stärken und Fähigkeiten oder ruhen wir in der Tatsache, dass Gott uns berufen hat und deswegen auch ausgestattet hat mit wirksamer Kraft, die vollbringt was er möchte. Wir müssen uns selbst im Geist erkennen, um in unserer Bestimmung zu ruhen und um im Geist zu dienen und zu bauen. Unsere Autorität, Vollmacht ist durch die Berufung gegeben. Wir sind nicht aufgrund von äußeren Stärken berufen, sondern souverän vor Grundlegung der Welt. Die Hauptqualität, die auf unserer Seite vorhanden sein muss ist Treue7. Wenn wir das umarmen und darin leben, wird seine Wirksamkeit mehr und mehr wirksam werden. Das erleichtert die Arbeit ungemein, denn es bestätigt die Aussage, dass ich nur Verwalter bin, von Dingen, die Gott schon getan hat und tun will8. Natürliche Qualitäten werden dadurch an ihre berechtigte Position gerückt. Sie sind nicht schlecht, aber untergeordnet. Diese Last ist leicht. Wir müssen uns nicht profilieren, um etwas zu erreichen, sondern in unserer Berufung ruhen und als Kinder umsonst empfangen und austeilen. Das gilt für jede Berufung und jede Bestimmung, nicht nur im geistlichen Bereich.

Entscheidend ist meine Haltung, wenn ich Empfangender bin. Was nehme ich an, gehe ich nur in den Gottesdienst wenn Peter Wenz predigt oder Mike Bickle, oder erwarte ich, dass Gott zu mir spricht durch seinen Heiligen Geist, selbst, wenn der der Prediger, Leiter, Seelsorger nicht ganz meiner Art entspricht ? Wir müssen von seinen Worten leben, dazu müssen wir sie erkennen und hören, egal, wer sie verkündet. Wenn wir seelisch gesinnt sind, können wir das nicht, das kommt uns teuer zu stehen.

1Eph 3,14-20.

21Joh 4,19.

3Gal 5,22

4Lies die ganze Apostelgeschichte.

5Zum Beispiel Lk 10,9; aber auch was Gebet und Fürbitte angeht z.B. Off 22,20.

61Sam 16.

71Kor 4,2.

8Eph 1, 2-10.

4 Responses to “berufen durch Gott | Jüngerschaft + der Heilige Geist”

  1. Sandra 19. Nov, 2012 at 20:53 #

    Hallo ihr beiden!

    Wunderbare Seite! Danke, danke!

    Alles Liebe und Seinen Segen,
    Sandra

    • domesclan 27. Nov, 2012 at 16:20 #

      :-) danke

  2. Markus 12. Feb, 2013 at 14:41 #

    Hallo domesclan,
    der Hammer das hat mich Grade ermutigt.
    Der Herr ist Gut!!!!
    Danke für eure mühe.

    • domesclan 14. Feb, 2013 at 12:18 #

      Gerne. Danke :-)

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